Best

  Practices

 

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl von europäischen Best Practices. Die Karte wird stetig aktualisiert. Seien Sie gespannt!

Dänemark

Kopenhagen – City of Cyclists

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Kopenhagen zählt nicht nur zu den fahrradfreundlichsten Städten weltweit, sondern das Fahrrad ist auch ein ernstzunehmendes Transportmittel im Alltag, d.h. sowohl im innerstädtischen Pendelverkehr als auch über die Stadtgrenzen hinaus. 49% aller innerstädtischen Wege werden entweder zu Fuß oder mit Fahrrad zurückgelegt.

Der Erfolg des Fahrrads als Transportmittel in Kopenhagen basiert auf einer seit Jahrzehnten laufenden, langfristig angelegten Strategie. Das smarte daran: Die Stadt setzt auf einen datengesteuerten ganzheitlichen Ansatz, in dem Faktoren wie die langfristige und tagesaktuelle Verkehrsentwicklung aller Mobilitätsangebote aber auch die jeweilige Nutzer*innenakzeptanz kontinuierlich gemessen, dokumentiert, evaluiert und in aktuelle Maßnahmen mit eingebunden werden.

 

Neben dem Ausbau der physischen Infrastruktur von designierten Fahrradstrecken bis hin zu „Fahrrad-Highways“ ist die Erprobung neuer Technologien ein wesentlicher Bestandteil der Kopenhagener Fahrradagenda. Das Echtzeitverkehrsmanagementsystem der Stadt wird mit dem ersten europäischen „activity-based“ Verkehrsmodell „COMPASS“ weiterentwickelt, welches im häufig multimodalen Stadtverkehr, genauere Aussagen über das Mobilitätsverhalten und die Verkehrsmittelnutzung erlaubt. Und dank eines intelligenten Algorithmus, der stetig die wahrscheinlichsten Punkte für abgestellte und verlassene Fahrräder errechnet, können von der Stadt ca. 90% mehr kaputte oder vergessene Fahrräder pro Jahr eingesammelt werden als zuvor. So wird garantiert, dass die Wege frei und die Parkplätze für Fahrräder bspw. an Bahnhöfen und Haltestellen nicht unnötig belegt sind.

 

Einen Überblick zur Agenda, den Maßnahmen und ihrer Evaluation der aktuell laufenden „Fahrradstrategie 2011-2025“ Kopenhagens finden sie hier.

LINC-Project Lyngby und Greater Copenhagen Light Rail

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Das im Rahmen des EU-Programms „Urban Innovative Actions (UIA)“ geförderte LINC-Projekt ist das größte Projekt für selbstfahrende Shuttles in Dänemark. Das Besondere daran: Die Fahrzeuge werden dort getestet, wo sie später zum Einsatz kommen sollen und somit auch von denjenigen, die als potentielle Fahrgäste in Frage kommen. Zudem wurde bereits in der Konzeption multimodal und langfristig gedacht.

So werden die LINC-Shuttles als Ergänzung zur im Bau befindlichen „Greater Copenhagen Light Rail“ konzipiert, die unabhängig vom bestehenden S-Bahn-Netz Kopenhagens, Kernstationen im urbanen Raum in und um den Stadtteil Lyngby verbindet.

Die erste ca. 3km lange Teststrecke für die Shuttles, die Ende 2020 in Betrieb geht, verbindet Fakultäten und Bushaltestellen am DTU Campus Lyngby. Studierende, Angestellte und häufige Campusgäste sind eingeladen, die erste Phase als Testpersonen zu begleiten.

 

Weitere Informationen und aktuelle News zum Projekt finden Sie hier.

Estland

Estonian Electromobility Programme (ELMO)

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Estland gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Breitbandausbau und E-Government. Während jährlich unzählige Vertreter*innen von Unternehmen, der Politik und öffentlichen Verwaltungen nach Estland pilgern, um sich direkt vor Ort ein Bild von den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Verwaltung, Daseinsfürsorge und Demokratie zu machen, ist ELMO weit weniger bekannt – obwohl die genannten Vertreter*innen vermutlich mit einem elektrisch betrieben Taxi zu ihren Reisezielen unterwegs waren.

ELMO war im Jahr 2015 das erste landesweite Schnellladenetzwerk der Welt und besteht heute aus knapp 180 strategisch platzierten Ladestationen.

Das Netzwerk ist das Ergebnis des im Jahr 2011 gestarteten nationalen E-Mobilität-Programms, welches neben dem Ausbau der Ladestationen, u.a. Fördergelder für den Kauf von E-Fahrzeugen beinhaltet sowie die Bereitstellung von elektrischen Fahrzeugen für Sozialarbeiter*innen. Bezahlt werden, kann via App. Den Nutzer*innen steht im Bedarfsfall ein 24h-Telefonservice zur Verfügung.

Einen Überblick zu ELMO und dem E-Mobility-Programm in Estland finden Sie hier . Und einen direkten Link zum inzwischen vom staatseigenen Energieversorgungsunternehmen Elektrilevi betriebenen ELMO-Netzwerk finden Sie hier.

Finnland

Forum Virium Helsinki

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Die Stadt Helsinki verfolgt das ambitionierte Ziel bis zum Jahr 2025, den privaten Autobesitz obsolet werden zu lassen. Um dieses und weitere hoch gesteckte Ziele zu erreichen, setzt die Stadtverwaltung auf eine konsequente Vernetzungsstrategie zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor. Im Mittelpunkt steht dabei das stadteigene Innovationsunternehmen „Forum Virium Helsinki“.

So leistet das Unternehmen einerseits durch Förderungen und öffentliche Ausschreibungen im kompetitiven Stil einen Beitrag zur Innovationsbereitschaft bestehender Unternehmen, Universitäten und Start-Ups, bindet diese aber auch aktiv in Planungs- und Entscheidungsprozesse über einen interdisziplinär und interorganisational aufgestellten Aufsichtsrat mit ein. Das Ziel ist es, nicht nur ein regionales, sondern ein europaweites Innovations- und Kompetenznetzwerk aufzubauen, indem Modellprojekte auch in anderen Städten getestet und implementiert werden, sodass von gemeinsamen Daten und Ergebnissen profitiert werden kann.

 

Weitere Informationen zum Forum Virium finden Sie hier.

Helsinki Region Infoshare

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Der Helsinki Regional Infoshare (HRI) ist ein seit dem Jahr 2009 erfolgreich betriebener Datenmarktplatz und Web-Service der Städte Helsinki, Espoo, Vantaa und Kauniainen. Alle von den Städten verfügbar gemachten und nach Kategorien aufbereiteten Daten stehen Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Stadtverwaltungen und interessierten Bürgern frei zur Verfügung.

2018 ist die Stadt noch einen Schritt weitergegangen und hat mit dem sogenannten „Act on Transport Services“ ein Open-Data-Gesetz implementiert, das Transportunternehmen und Verkehrsbetriebe verpflichtet, Daten über Zeitpläne, Routen, Ticketpreise und Echtzeitortsangaben öffentlich zugänglich zu machen.

 

Weitere Informationen, einen Einblick in die Daten und über 250 Showcases, was mit den Daten entwickelt wurde und werden kann, finden Sie hier.

Whim – Eine Flatrate für alles

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„Mobility-as-a-Service“ (MaaS) ist das Stichwort der Stunde im Bereich der multimodalen Smart Mobility von Morgen. Denn wesentliche Voraussetzungen für die Akzeptanz von Mobilitätsangeboten sind die Eigenschaften Verfügbarkeit und Zugänglichkeit. Wieso also nicht alle Mobilitätsangebote einer Stadt in einer einzigen App vereinen? Dass dies möglich und praktisch umsetzbar ist, das zeigt Helsinki und das finnische Unternehmen „MaaS Global“ mit der App „Whim“.

Mit der App lassen sich Routen über die Grenzen der jeweiligen Verkehrsmittel hinweg planen: Berücksichtigt werden dabei der ÖV, Carsharing, Mietwagen, Fahrräder und E-Bikes, E-Scooter, Taxis usw.. Die App kauft und verwaltet automatisch das ÖPNV-Ticket oder bestellt das Taxi. Eine monatliche und nach den jeweiligen Bedarfen der Nutzer*innen gestaffelte Flatrate wird ebenfalls angeboten.

Zentraler Baustein für dieses Angebot ist das unter „Helsinki Region Infoshare“ beschriebene Open-Data-Gesetz. Dabei sorgt sowohl das Unternehmen, wie auch der Staat für die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien der EU.

 

Die „Whim“-App ist inzwischen auch in den Städten Turku (Finnland), Antwerpen (Belgien), Wien (Österreich) und Birmingham (UK) verfügbar. Weitere Informationen zu „MaaS Global“ finden Sie hier.


Niederlande

Amsterdam – Europas erste Smart City

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Kaum ein Beitrag oder Artikel über das Thema Smart City kommt ohne Nennung der Stadt Amsterdam aus. Nicht ohne Grund dient sie häufig als Pionier- und Modellstadt , aber was genau macht Amsterdam so smart? In erster Linie die Strategie. Bereits seit 2009 verfolgt Amsterdam das „Smart City“-Projekt mit dem Ziel, durch innovative IT-Anwendungen und -technologien, zu einer sauberen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Lebenswelt beizutragen.

Den Dreh- und Angelpunkt bildet dabei die sehr erfolgreiche Innovations- und Vernetzungsplattform Amsterdam Smart City  . Die Plattform dient dem Austausch von Ideen und der Vernetzung von Akteuren aus allen Gesellschaftsbereichen von der Wissenschaft und Wirtschaft, der Politik und Stadtverwaltung bis hin zur Zivilgesellschaft. Die Grundidee ist, einen offenen „Safe-Space“ für Innovation und Kooperation für alle bereitzustellen, die Lust und Ideen haben, ein intelligentes Amsterdam zu gestalten. Darüber hinaus werden laufende wie auch abgeschlossene Projekte präsentiert und gemeinsam evaluiert. Neben „Best-Practices“ werden also auch „Worst-Practices“ als gemeinsames Wissen archiviert.

Vehicle2Grid Amsterdam

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Eines der über die Grenzen der Niederlande hinaus bekanntesten Projekte, die auf der Innovationsplattform Amsterdam Smart City ihren Anfang genommen haben, ist das V2G Amsterdam Pilotprojekt, dass sich der Frage stellt, wie eine vollelektrische Mobilität und ein Stromnetz aus erneuerbaren Energien praktisch umsetzbar sind, sowie wie sich beide Technologien wechselseitig positiv beeinflussen können.

 Das Problem erneuerbarer Energien liegt darin, dass sie regelmäßigen Schwankungen unterliegen. So erzeugen Solaranlagen am Tage die meiste Energie, in der die Nutzung typischerweise aber relativ gering ist, während gerade am Abend die Nutzung steigt, aber die Produktion sinkt. Die Idee von V2G-Systemen ist es, elektrische Fahrzeuge als Teil des Energienetzes anzubinden. So könnten die Batterien der geparkten Fahrzeuge als Speicher dienen und die Energie bei Bedarf im Stromnetz wieder abgerufen werden.

 

Einen Überblick über das Projekt und erste Daten aus einem zweijährigen Test zwischen 2014 und 2016 finden Sie hier

Mobility Mixx – Mobility as a Service

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Moblity Mixx richtet sich speziell an Unternehmen und deren Angestellte, lässt sich aber auch von Privatanwendern nutzen und verknüpft im Sinne von „Mobility-as-a-Service (MaaS)“ verschiedene Mobilitätsangebote in einem. Nutzer*innen der „Mixx Card“ oder der „Mixx“ App stehen u.a. der komplette ÖV in den Niederlanden, Mietwagen, verschiedenste Bike-Sharing-, Car-Sharing-, E-Scooter-Anbieter etc. sowie zahlreiche Parkplätze und Tankstellen zur Verfügung. Via App kann eine Route geplant und im Nachhinein bezahlt werden.

Weitere Informationen zum Prinzip von „Moblility Mixx“ finden Sie hier.

Spanien

SENTILO Barcelona

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Smart Mobility Anwendungen benötigen eine Menge komplexer Informationen und die am besten in Echtzeit, damit sie funktionieren oder gar erst entwickelt werden können, aber wie lässt sich der Ist-Zustand einer ganzen Stadt erfassen? Eine Antwort darauf hat Barcelona mit der Open-Source-Software und IoT-Plattform „SENTILO“ gefunden. Ein Netz aus etwa 19.000 aktiven Sensoren, die in der ganzen Stadt verteilt sind, zeichnet rund um die Uhr Daten auf.

So kennt das Netzwerk den Verkehrsstrom (Fahrzeuge, Personen, Fahrräder usw.) entlang der größten Verkehrsknotenpunkte und Verkehrsadern, die Dezibelwerte an jeder Straße, die Temperatur in jedem Stadtviertel sowie die Qualität der Atemluft. Und das Beste: Alle Daten sind frei verfügbar und für Entwickler von smarten Technologien nutzbar.

 

Wie das in Echtzeit funktioniert, sehen Sie hier.

Superilles Barcelona

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Luft- und Lärmverschmutzung, Verkehrsstaus und Mangel an Grünflächen sind in vielen Großstädten weltweit ein wachsendes Problem. Um diesem Problem zu begegnen, hat die Stadtverwaltung Barcelonas, trotz einiger anfänglicher Widerstände von Autofahrer*innen und Geschäftsleuten, die sogenannten Superblocks (Spanisch: „Superilles“) entwickelt und eingeführt. Das Konzept ist denkbar einfach: Anstelle von Straßen entsteht ein städtischer Lebensraum.

So werden innerhalb eines Superblocks bis zu neun Häuserblocks zusammengefasst. Straßen innerhalb der Blocks werden entweder gänzlich für den Autoverkehr gesperrt oder auf eine Einbahnspur verkleinert. Dort wo einst nur grauer Asphalt und Straßenlärm war, entstehen Parks, Spielanlagen, Einkaufsstraßen und Begegnungsstätten. Die Superblocks von Barcelona gelten heute als Erfolgsmodell und Vorbild in Sachen smarter Stadtentwicklung.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bicing Barcelona

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Ein weiterer Exportschlager aus der Smart City Barcelona ist das Fahrradverleihsystem „Bicing“. Bereits 2007 eingeführt, gilt „Bicing“ als eines der Vorbilder der im Jahr 2020 auch in vielen deutschen Großstädten betriebenen Verleihsysteme. Für einen monatlichen oder jährlichen Festpreis stehen den Nutzer*innen knapp 7000 Fahrräder an 512 Stationen in ganz Barcelona zur Verfügung.

Wenn Sie sich also gefragt haben, was mit dem Autoverkehr passiert ist, nachdem in Teilen der Stadt „Superilles“ eingeführt wurden, dann ist „Bicing“ eine Antwort darauf. Die Mobilität der Zukunft ist ein Thema, welches ganzheitlich zu betrachten ist. Keine Anwendung oder Maßnahme wird für sich alleine die Lösung gegenwärtiger Probleme liefern.

 

Für weitere Informationen zum „Bicing“ finden Sie hier.

Lehrstuhl für Technologien und Management der Digitalen Transformation
Bergische Universität Wuppertal
Rainer-Gruenter-Str. 21
42119 Wuppertal
rethinkingmobil@uni-wuppertal.de

Neue Effizienz Gmbh
Bärenstraße 11-13
42117 Wuppertal