Über die Notwendigkeit einer Mobilitätswende wird viel diskutiert, aber was ist dabei zu beachten und wo liegen die Herausforderungen? Politikwissenschaftler der Universität Wuppertal zeigen lokale Strategien und Handlungsspielräume für Wuppertal auf.

Im Rahmen eines Blockseminars im WiSe 2018/19 hat sich Sebastian Möller zusammen mit seinen Studis Noah Sonnenschein und Marc Hoffman intensiv mit dem Themenkomplex der Mobilitätswende aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive beschäftigt. Die Autoren plädieren in ihrem im November 2020 veröffentlichten Diskussionspapier für eine ganzheitliche Betrachtung des Themas. Mobilität sei keine außergesellschaftliche Problematik, sondern nur in Gesamtheit der historischen, sozialen und wirtschaftlichen Komplexität zu denken.

Ausgehend von einer Analyse der gegenwärtigen Probleme des Automobilverkehrs, sowie von Potentialen und Hürden einer weitrechenden Transformation in einem komplexen, gesellschaftlichen Mehrebenensystem, verweisen die Autoren auf das große Potential von Kommunen und Stadteilen als politische Arenen der Mobilitätswende. Dass diese Potentiale produktiv genutzt, aber nicht immer ausgeschöpft werden, zeigt dabei die Betrachtung einiger exemplarischer Maßnahmen in Wuppertal.

Die Autoren schließen mit Empfehlungen für Wuppertals zukünftige Mobilitätstransformation – eine Lektüre lohnt sich also für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen oder beschäftigen wollen. Das Diskussionspapier finden Sie hier.