Einfach nur weniger unterwegs? Nicht unbedingt! ­Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) zeigt auf seiner Homepage eine stetig aktualisierte Auswertung von anonymisierten Mobilfunkdaten zum Mobilitätsverhalten der Menschen in Deutschland während der Covid-19-Pandemie.

Dass die Menschen in Deutschland durch die Kontaktbeschränkungen, Home-Office und Co. generell weniger unterwegs sind als zuvor, erscheint ausgemacht. Allerdings zeigen die Daten, dass sich die Veränderungen der Bewegungsmuster je nach Bundesland und gar Landkreis sowie je nach Ansteckungsgeschehen stark voneinander unterscheiden. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass sich das Mobilitätsniveau nach den Einschränkungen im April und Mai 2020 sehr schnell auf Vorjahresniveau erholt und sogar im folgenden Sommer zugenommen hat. Der sogenannte „Teil-Lockdown“ im November und frühen Dezember 2020 hatte nur einen vergleichsweisen graduellen Rückgang im Mobilitätsniveau zur Folge, während ab dem 14. Dezember 2020, dem Beginn des erneuten „harten Lockdowns“ ein deutlicher und schlagartiger Rückgang insbesondere im Fernverkehr erkennbar ist.

Wie sich die Einschränkungen zum Jahreswechsel 2021 auswirken, bleibt abzuwarten. Die interaktiven Karten des DESTATIS werden stets aktualisiert, ein Blick lohnt sich. Spannend für die Weiterentwicklung der „Smart Mobility“ bleibt die Frage, ob Langzeitauswirkungen auf unser Mobilitätsverhalten zu erwarten sind.

Zur Datengrundlage: Insgesamt wurden Daten von 30 Millionen Mobilfunkgeräten verwendet – aufbereitet und bereitgestellt von der Firma Teralytics AG. Das DESTATIS stuft die Daten als experimentell ein. Die Auswertung mit samt den interaktiven Karten finden Sie hier.